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Zukunftsfaktor Faser- Breitband

DSL, UMTS, W-LAN, Breitband TV und Glasfaser Netze sind alles Begriffe, mit denen wir zwar vertraut sind, doch ist vielen nicht ganz klar was sie bedeuten. Breitbandtechniken scheint es mittlerweile wie Sand am Meer zu geben und mit der immer schneller entwickelnder Technik, ist es oft schwer sich auf dem Laufenden zu halten.

Aber was ist eigentlich ein Breitband und warum ist es für die heutige Technik so wichtig?

Breitband ist ein Sammelbegriff für verschiedene Technologien, welche es ermöglichen schnell digitale Daten in großen Mengen zu übermitteln – also dem Nutzer hilft, schnell im Internet zu Surfen und Daten im Internet zu übertragen. Diese Technologien sind generell in vier Kategorien eingeordnet: DSL ermöglicht den Internet Zugang via einer bestehenden Telefonleitung; Glasfaser erzeugt seine Schnelligkeit durch dünne, geschmolzene Quarzglas- Fasern; Kabel- Internet macht sich die bestehenden TV Kabelnetze zu Nutze; LTE (Long Term Evolution) arbeitet mit dem Mobilfunkstandart der mittlerweile vierten Generation und beim flexiblen Satelliten- Internet verbindet man sich mit dem Internet – wie der Name schon preisgibt – via geostationärem Satelliten. All diese Technologien haben natürlich Vor- und Nachteile und unterscheiden sich in den zu erreichenden Datenraten sowie im Preis, aber haben eines gemeinsam: eine positive Zukunftsdiagnose.

Das sieht auch das Deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie so, welche bereits im Jahre 2014 deren Breitbrandstrategie der Bundesregierung veröffentlicht haben (einzusehen unter http://www.zukunft-breitband.de/SharedDocs/DE/Anlage/ZukunftBreitband/breitbandstrategie-der-bundesregierung.pdf). Hier wurde vorausberechnet, dass „… Kabelnetze, VDSL, Glasfasernetze und langfristig möglicherweise auch zukunftsfähige Funktechnologien wie LTE (Long-Term-Evolution) die Basis für hochleistungsfähige Internetanschlüsse bilden …“. Folge dieser Innovationspolitik und dem strukturiertem Ausbau der verfügbaren Breitband- Technologien ist das bereits Mitte 2016 98% aller deutschen Haushalte eine Bandbreitenklasse von >6 Mbit/s erreichen und eine LTE Verfügbarkeit von über 96% landesweit besteht. Dies bietet nicht nur schnellen Informationszugang für Privat- Haushalte und Personen, sondern auch einen effizienten Vorteil für in Deutschland ansässige Unternehmen und dem resultierendem wirtschaftlichen Wachstum.

Deutschland als europaweites Beispiel

Daran möchte sich die europäische Kommission nun ein Beispiel nehmen und hat bereits eine Reihe von Vorschlägen zur Forderung eines schnelleren Breitband Angebotes und Zugang dessen für alle europäischen Bürger veröffentlicht. Mitunter möchte die europäische Kommission sicherstellen, dass die EU mit einer best- möglichen Internetverbindung vollständig in der digitalen Wirtschaft mitwirken kann und setzt bereits gemeinsame EU- Breitbandziele für das Jahr 2025:

„Um den zukünftigen Breitband Bedürfnissen gerecht zu werden, schlägt die Kommission vor, dass bis zum Jahr 2025 alle Schulen, Verkehrsknotenpunkte und wichtigsten Anbieter von öffentlichen Dienstleistungen, sowie digital intensive Unternehmen Zugang zu Internet-Verbindungen mit Download / Upload-Geschwindigkeiten von 1 Gigabit Daten pro Sekunde haben sollten. Darüber hinaus sollten alle europäischen Haushalte, egal ob ländlich oder städtisch, einen Zugang zu Netzen mit einer Download-Geschwindigkeit von mindestens 100 Mbps, die bis zu 1 Gigabit aufgestockt werden kann, haben; und alle städtischen Gebiete, sowie Hauptverkehrsstraßen und Eisenbahnen sollten Zugang auf ununterbrochene 5G drahtlose Breitband Abdeckung haben, beginnend mit den kommerziellen Diensten in mindestens einer größeren Stadt per EU-Mitgliedsstaat, bereits bis zum Jahr 2020.“

Weitere Informationen zu den Plänen und Vorschlägen der europäischen Kommission sind im „Telecoms visual summary“ unter http://ec.europa.eu/newsroom/dae/document.cfm?doc_id=17180 zu finden.

Für Deutschland kann all dies nur weitere Vorteile bringen, da die europäische Kommission nun nicht nur die Erweiterung der Breitband Technologien auf nationaler (und internationaler) Ebene unterstützt, aber auch Förderungen zu kabellosen Technologie- Lösungen, wie zum Beispiel das ausrollen von kostenfreien Wi-Fi Verbindungen für Bürger in öffentlichen Gebäuden, Gesundheitszentren, Parks oder weiteren öffentlichen Plätzen ausgibt.

EU Mobilfunk Regulierungen auf dem Vorfeld

Zusätzlich öffnen sich ebenso die Fronten wenn es spezifisch um das Mobilfunknetz geht. Seit Ende April 2016 gelten auch hier EU- weit neue Kostenobergrenzen für Roaming- Gebühren, welche bis Juni 2017 von allen Anbietern komplett eingestellt werden sollen. Die europäische Kommission arbeitet aktuell daran entsprechende Regelungen für sogenannte „Fair-Use“ Grenzen (zu Deutsch: Faire Nutzung) zu erstellen und damit die EU Roaming- Dienste regulieren. Dies hat bereits schon heute zu Folge das Mobilfunkanbieter in ganz Europa ihre Roaming- Tarife nun komplett kostenfrei anbieten – ein exzellentes Marketing Konzept für große Fische wie Vodafone und co.

Dem End- Nutzer kommt dies wiederum nur zugute, da – insofern der Mobilfunkanbieter von den ab 2017 von der europäischen Kommission regulierten Tarife keinen Gebrauch macht – automatisch und uneingeschränkt den inländischen Tarif genauso im Ausland nutzen kann.

Auch vor dem Mobilfunknetz macht die Evolution also keinen Halt. Unterstützt werden nationale Initiativen auch von gemeinnützigen Vereinen, wie zum Beispiel Initiative D21, welche mit ihrer Studie „Mobile Internetnutzung – Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft!“ in Zusammenarbeit mit Huawei Technologies, Bürger mit wichtigen Informationen zu der gesellschaftlichen, sowie technischen Entwicklung im mobilen Internet- Bereich aufklären.

Die Zukunft sieht sehr rosig aus – besonders für in Deutschland ansässige Mitbürger, mit einem Bundesministerium das auf „Zukunft Breitband“ baut, einer Regierung welche die Möglichkeiten einer modernen Netzinfrastruktur in gesamtwirtschaftlicher Hinsicht betrachtet und einer europäischen Kommission, welche ein EU- flächendeckende Hochleistungsnetze aktiv unterstützt. Eine Innovations- Politik und Initiativen die Sinn machen, mit dem digitalem Zeitalter gehen und Nutzer, privat wie auch geschäftlich, an die Spitze bringen.

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