Eine wahre Geschichte über Datensicherung

Eine wahre Geschichte über Datensicherung

Jeder kennt es – Computer Systeme sind ja dafür bekannt das ein oder andere „Problemchen“ zu haben, und unter anderem auch mal „abzustürzen“. Leider bedenken auch heutzutage viele Menschen nicht, dass ein System- Absturz auch extrem schwere Folgen, wie zum Beispiel Datenverlust, zur Folge haben kann. Wiederum müssen diese Tatsache viele Menschen leider auf „die harte Tour“ lernen – so wie ich vor circa einem Jahr…

Man glaubt nie dass es einem selbst passieren kann, schiebt daher die lästige Arbeit der Datensicherung und des Backups doch nochmal auf. Allerdings, wenn dann auf einmal der Computer Bildschirm aus ist und man plötzlich realisiert das Jahre an Bildern, Dokumenten, Audio- Dateien und vieles mehr einfach in einem „puff“ weg rationalisiert ist, setzt langsam die kalte, harte Realität ein. Wer seine Dateien liebt – oder zumindest stark Wertschätzt – für den sind Daten Backups ein absolutes Muss und muss daher die Sicherung dieser extrem ernst nehmen.

Datenverlust kann jeden treffen

Was für den Privat- sowie dem Geschäftsbereich gilt. Die wohl bekannteste Daten- Verlust- Geschichte (welche am Ende dann aber doch ein glückliches Ende nahm), ist wohl die der Toy Story Film- Fortsetzung. Hier verpasste eine relativ große Organisation sicherzustellen, dass die Daten- Backups auch richtig funktionieren. Glücklicherweise, gab es jemanden im Team, der schlau genug war zusätzliche Sicherungen aller Dateien des Comic- Films zu machen und damit den Tag (und die Filmproduktion) gerettet werden konnte.

Das Internet ist voll von solchen Erlebnissen, mit vielen sehr aktuellen Geschichten. Nutzer verlieren Dateien tag täglich, die traurige – und im heutigen digitalem Zeitalter sehr schockierende – Wahrheit. Und ich bin da keine Ausnahme. Zumindest war ich das nicht, bis letzten August…

Mein damaliger Laptop war bereits vier Jahre alt, doch sentimentaler- weise hang ich sehr an meiner kleinen Maschine, die mich bereits für einige Jahre durch dick und dünn begleitet hatte. Natürlich machte sich das Alter bereits zwischen Jahr zwei und drei bemerkbar. Der Laptop lief etwas langsammer, Programme starteten ab und zu erst nach ein paar Versuchen – und ja, ab und an würde der Bildschirm „einfrieren“ und der Rechner musste neu gestartet werden. Diese „Kleinigkeiten“ hätten mich bereits alamieren und in meinem Gehirn ein großes rotes Warnsignal mit den fett- gedruckten, leuchtenden Buchstaben DATEN- BACKUP aufleuchten lassen sollen. Und ganz ehrlich – das hatte es auch kurz, nach den ersten paar Malen. Doch je öfter mein Laptop diese „Spierenzchen“ machte, desto weniger schien ich darauf zu geben. Es war nun mal schon ein älterer Computer und solange er sich wieder einschalten lies, war all das ja kein großes Drama. Klar, die Leuchtbuchstaben mit DATEN- BACKUP lungerten weiterhin in meinen Gedanken, aber eine Komplett- Datensicherung erfordert nicht nur Zeit, sondern auch Aufwand. Auf gut Deutsch, ich war einfach zu faul und es gab ja dann noch immer das Wochenende oder die Sommer Ferien, wo man sich dann doch mal hinsetzen und dazu aufraffen kann. Zeit ist schon ein besonderes Thema – erst schiebt man seine Datensicherung auf, weil man ja keine hat – und wenn dann plötzlich das Unfassbare passiert, findet man sich Tage und Nächte lang daran zu versuchen seine Dateien wieder herzustellen.

Ein Albtraum wird zur Realität

Zumindest war das bei mir so. Eines wunderschönen, sonnigen August Sommer- Tages nahm ich meinen Laptop mit in den Garten, drücke die Anschalttaste und … nichts. Außer der Reflektion meines Gesichtes auf dem schwarzen Bildschirm, gab mein PC keinen Mucks. Erster Gedanke: vielleicht ist es ja nur der Akku, wenn ich auch den Laptop gerade erst vom Strom genommen hatte. Also wieder rein in’s Haus und ab ans Ladekabel. Nach circa 5 Minuten, endlich ein kleines, vertrautes Licht, das mir versichert das mein Laptop gelanden wird. Ich gebe der Maschine noch ein paar Minuten bevor ich nochmals die Anschalttaste bediene. Diesmal erleuchtet der Bildschirm und mein Herz macht einen erleichterten Sprung. Leider hatte ich mich zu früh gefreut, denn statt der gewohnten Windows Lade- Bildschirmanzeige, machte sich statt Schwarz, nun Blau auf dem Schirm breit. Heute weiss ich, das dies ein sogenannter „blue screen stop error“ ist, doch auch damals war mir schon bewusst, das es nichts Gutes bedeutet. Um es kurz zu machen, der Laptop hatte einen fatalen Fehler und die einzige Lösung ihn wieder hinzubiegen war, das Betriebssystem komplett „platt“ zu machen und neu aufzuspielen.

Ich war in Panik und wollte es nicht akzeptieren, doch nach längerem Versuch (Tage und Nächte!) all meine über die letzten vier Jahre angesammelten Bilder, Artikel, Dokumente und andere Dateien wieder zum Leben zu erwecken, setzte nur noch Schock ein. Welcher sich auch sehr schnell in Wut verwandelte. Wut auf mich selbst und meine Dummheit – Nein, meine Faulheit – die Daten nicht zu sichern. Vor allem wäre das schneller und einfacher gewesen, als die Zeit, welche ich am Ende vergeblich investiert habe um genau diese Daten wieder zu erlangen…

Datenverlust hat einen durchschnittlichen Kosten- Faktor von 586.000 U.S. Dollar pro Jahr weltweit, und das berechnet noch nicht mal die persönlichen, kulturellen und vor allem emotionalen Kosten der Verluste von Finanzdaten bis hin zu Kunstwerken. Das Schlimmste ist, dass all dies sehr leicht vermieden werden kann. Daher bitte ich jeden, der dies gerade liest: Nehmt eure Datensicherung ernst und schiebt euer Backup nicht weiter vor euch hin!

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