Datensicherung – wie auf Wolken

Datensicherung – wie auf Wolken

Die „Cloud“ – unendliche Weiten des Internet Weltalls. Mit einer ausgeklügelten Infrastruktur und gigantischen Netz- und Speicher Kapazitäten bietet die zu Deutsch genannte Rechnerwolke mit den inzwischen unzählige Programmen und Plattformen scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten.

Seit den ersten technischen Ansätzen des sogenannten „Cloud- Computing“ Ende der 1990er Jahre, hat sich in Sachen Datenmanagement viel getan. Nicht nur Firmen und Geschäftsleute legen ihre oftmals stark vertraulichen Daten in die große (und weite) Hand der Cloud, doch auch Privatpersonen überlassen mehr und mehr ihrer Informationen der Rechnerwolke zur Obhut.

Und das macht auch Sinn. Mit einer viel größeren Speicherkapazität als jeder Laptop, jedes Mobiltelefon und vor allem jedes Tablet, dennoch abrufbar von unterwegs – von wo auch immer und zu jeder Zeit – ist die Rechnerwolke nicht nur ein Multi-talent, aber auch ein nahezu unverzichtbarer Teil unseres heutigen Lebensstils. Wir sind ständig in Bewegung – Kunden verlassen sich darauf Informationen sofort und im gleichen Augenblick zu bekommen – was die Cloud für Banken, Medien-Anbietern, sozialen Netzwerken und vielen weiteren möglich macht.

Diese Entwicklung führt natürlicherweise auch zu einem erhöhten Fokus auf Datensicherheit. Auch derzeit untersteht die Sicherheit der Daten, selbst in der Cloud, der verwendeten Technik und den Programmen der verschiedenen Anbieter. Dies bedeutet das auch heutzutage Datensicherung und Daten Backup weiterhin wichtige Themen sind – mit denen sich dennoch viele Nutzer nur unwillig befassen. Zum Teil liegt dies daran, dass die Cloud mit ihren unbegrenzten Möglichkeiten ebenso viel Jargon-basierten Informations- Überfluss bietet. Wo also überhaupt anfangen? Zum anderen, speichern & sichern viele Applikationen ja die Daten auch gleich von selbst. Wozu also selbst nochmal ein Backup machen?

Die Wahrheit über Datensicherung

„Bereits Anfang der 1990er Jahre prophezeiten einige Persönlichkeiten der IT-Branche, dass sich „Computer auf das Netz verteilen“ werden, sprich, dass Cloud Computing entstehen werde, sobald die Technik reif sei“, gab bereits Ben Rodenhäuser 2008 im Manager Magazin zu dem Artikel „Cloud Computing – Damit Sie nicht aus allen Wolken fallen“ bekannt.

Wie bereits vorherig angestoßen, ist Daten- Sicherheit und Sicherung nur so gut wie die von Anbieter angebotene Technik. Eine große Rolle spielt hier auch das Zusammenwirken von Daten- Schutz und Daten- Sicherung, da hier z.B. geladene und geteilte Daten nicht automatisch gesichert werden. Dies passiert, um ein Risiko des Daten- Diebstahls zu verringern, doch kann in Frustration enden, wenn man sich als Nutzer nicht zu genüge Informiert.

Das Thema Datenschutz, sowie Datensicherung wird in Deutschland umfassend vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (zu kurz: BSI) aufgefasst. Das BSI (https://www.bsi.bund.de) ist mit seinem Hauptsitz in Bonn, „eine unabhängige und neutrale Stelle für Fragen zur IT-Sicherheit in der Informationsgesellschaft“ – und ist als Behörde in Europa einzigartig. Hier findet sich auch gute Start- Lektüre für alles rund um das Thema Datensicherung.

Wie unter den Methoden der BSI aufgeführt, kann man sich wiederum auch die Cloud und entsprechende Backup Software zu nutzen machen. Viele Applikationen in der Rechnerwolke bieten einfache und automatisierte Speicherprozess- Abwicklungen für geschäftliche, sowie private Nutzung an. Auch hier gibt es verschiedene Ebenen, an was die Cloud zu bieten hat. Für Privatanwender ist jedoch meist nur SaaS (Software as a Service) wirklich interessant. Hier stellen Anbieter deren eigens entwickelten Produkte (Anwendungen) zur Nutzung zur Verfügung – ein Service für den zum Beispiel Apple mit seinem IPhone Backup bekannt ist.

Moderne Datensicherung in der Rechnerwolke

Im Normalfall bietet ein Software Unternehmen dem Nutzer an, seine Daten auf ein vom Anbieter gemanagtes Rechenzentrum zu laden – und wird bei Bedarf diese Daten wieder an den Nutzer zurück zu übermitteln. Dies bietet eine einfache, dauerhafte und sehr oft kostenlose echt-zeit Lösung für End- Anwender jeder Art. Zusätzlich synchronisiert die Cloud Anwendung hoch geladene Dateien dann auch noch mit anderen, mit der Applikation verknüpften, Geräten wie zum Beispiel das Mobiltelefon oder das Tablet. Somit hat man Dokumente, Bilder, Nachrichten und weitere wichtige Dateien auf allen Geräten – und vor allem flexibel unterwegs – zur Verfügung.

Abhängig von Anbieter und Software Packet, gibt es bei vielen Dienstleistern bis zu 2 Gigabyte (GB) kostenlosen Speicherplatz, wobei auf zusätzlichen Speicher problemlos, wenn auch kostenpflichtig, erweitert werden kann. Sollten die „gemieteten“ 1000 GB Zusatz- Speicher dann doch zu viel des Guten sein, kann man das Speicher- Packet auch – im Gegenteil zu einer eigenen Festplatte – dementsprechend verringern. Durch diese dauerhafte Flexibilität und die kosten- günstige Instandhaltung (da die Anschaffung, Wartung und jegliche Unterhaltskosten zum Großteil auf den Dienstleister fallen und der Nutzer wirklich auch nur die Benutzung zahlt – wenn überhaupt!), ist dies für viele Privatpersonen sowie Klein- Unternehmen eine ideale Lösung.

Das Backup der Daten liegt ebenso vollkommen in der Pflicht des Anbieters. Dennoch sollte man hier jegliche Verträge und das Kleingedruckte in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen gut durchlesen bevor man seine Daten übergibt, da manche Dienstleister durch einen Haftungsausschluss oder eine Haftungsbeschränkung eventuelle Verantwortlichkeiten bezüglich Datenverlust von sich weisen.

Alles in allem zeigt es sich, dass Benutzer sich trotz der Masse an verschiedenen Angebote und Möglichkeiten, weiterhin mit dem Thema Datensicherung und Datenverfügbarkeit vertraut machen sollten, so dass Datenverlust oder begrenzte und unzureichende Zugänglichkeit unter anderem, wichtiger und persönlicher Daten zu vermindern.

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